Magazin
25. Oktober 2012, 
yoda

Wissenssoirée Urheberrecht

Dass Rechtsberatung an einem schwülen Sommerabend funktioniert und gar nicht langweilig sein muss, zeigte Markus Wollin in seiner Wissenssoirée Urheberrecht mit vielen interessanten und amüsanten Fallbeispielen.

Die MP3-Sammlung auf dem Flohmarkt verkaufen? Leider nein! Musiktauschbörsen nutzen, Filme downloaden? Lieber nicht! Was ist erlaubt und was kann unter Umständen richtig teuer werden? In unserer letzten MCS.1-Wissenssoirée zum Thema Urheberrecht brachte Rechtsexperte Markus Wollin aus der Fürther Rechtsanwaltskanzlei Lohbeck + Partner Licht ins Dickicht des Paragraphendschungels. Er gab wertvolle Tipps für die Presse-Arbeit und den täglichen Umgang mit dem Internet – ein spannendes Thema für Agentur und Gäste.

Wöchentlich hat Wollin selbst mit urheberrechtlichen Streitfragen zu tun, Tendenz steigend. Jeder Fall muss gesondert betrachtet werden, ist doch allen Gesetzesparagraphen zum Trotz nicht immer klar, welches geistige Eigentum urheberrechtlichen Schutz genießt und welches nicht. Überraschenderweise fallen Werbeslogans nicht in diese Kategorie, außer sie sind besonders originell, z.B. in Reimform gestaltet. Hier greift das Kriterium der Schöpfungshöhe – jedoch ist auch diese wenig verbindlich. Möchte man vermeiden, dass ein Konkurrent mit dem eigenen Produktnamen, Slogan oder ähnlichem wirbt, empfiehlt der Rechtsexperte den Markenschutz. Dieser greift immer, auch wenn kein Urheberrechtsschutz möglich ist.

Gerade das Einstellen nicht selbst gefertigter Fotos oder Texte im Internet wurde heiß diskutiert. Wo sind die Grenzen der Freiheit, was darf ich verwenden, ohne einen Rechtsverstoß zu begehen? Auch hierauf hatte Markus Wollin aufschlussreiche Antworten parat und zeigte, dass man sich nie genug absichern kann. Sprich: Links setzen, Quellen angeben und nach Möglichkeit lieber zusätzlich beim Urheber nachfragen. So gibt es keine böse Überraschung beim Öffnen der Post.